Sanur ist ein sehr schöner Erholungsort an der Ostküste der Insel, welcher seine Traditionen beibehalten hat. Ähnlich wie die zentralbalinesische Ortschaft Ubud wurde Sanur in den 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts von zahlreichen europäischen Künstlern als Domizil erkoren. Aber auch Völkerkundler der ersten Stunde gingen ihren Forschungen hier nach. Heute kann man z.B. das „Le Mayeur Museum“ besuchen. A.J. Le Mayeur war ein belgischer Maler, der mit einer Balinesin verheiratet war. Sein ehemaliges Atelier ist ein Teil des Museums.
Die ersten Schritte zum balinesischen Massentourismus wurden in Sanur gemacht, als 1966 das mehrstöckige Grand Bali Beach Hotel am Strand gebaut wurde. Als Reaktion auf den Bau wurde die Richtlinie erlassen, keine Häuser mehr zu bauen, die höher als die höchste Kokospalme sind.
Ein großes Korallenriff schützt die Bucht vor der Brandung, man kann hier also gemütlich schwimmen gehen (schwimmen kann man allerdings nur bei Flut). Schön ist, dass keine Straße entlang des Strandes führt. Der Beach ist nur über Seitenstraßen zu erreichen. Hier befinden sich viele Geschäfte und Restaurants.
Von Sanur aus fahren täglich Boote zur kleineren Nachbarinsel „Nusa Penida“. Auf dieser touristisch noch sehr zaghaft erschlossenen Insel kann man sehr gut Schnorcheln.